Heizung, Sanierung und Fördermöglichkeiten im Überblick

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist längst kein theoretisches Klimathema mehr – es betrifft jeden, der ein Haus besitzt. 2024/2025 sind schon neue Regeln in Kraft getreten, und 2026 soll das Gesetz noch einmal ordentlich überarbeitet werden. Wer jetzt wartet, zahlt später drauf.

Heizungen, Dächer, Fenster – alles im Blick

Kurz gesagt: Alte Heizungen und schlecht gedämmte Gebäude werden teuer. Neue Regeln verlangen erneuerbare Energien und Effizienz. Verkaufen oder vermieten Sie bald, kann eine nicht-konforme Immobilie den Preis drücken.

Vermeiden Sie rechtliche Stolperfallen beim Immobilienverkauf. Tipps zu Pflichten, Haftung, Kaufvertrag, Steuern und Immobilienrecht für Eigentümer.

Was 2026 kommt

Ein „Gebäudemodernisierungsgesetz“ soll das GEG ersetzen oder ergänzen. Diskutiert werden unter anderem:
  • Mehr Wahlfreiheit: Wärmepumpe, Gas-Hybrid oder doch Solar? Eigentümer sollen flexibel bleiben.
  • Längere Fristen für Bestandsimmobilien: Wer noch nicht modernisiert hat, bekommt vermutlich etwas Zeit.
  • Förderungen angepasst: Zuschüsse für Heizungstausch und Dämmung werden attraktiver.

Was Eigentümer jetzt konkret tun sollten

  1. Heizungsstatus prüfen Baujahr checken. Ist die Anlage älter als 20 bis 25 Jahre, ist ein Austausch realistisch einzuplanen. Energieausweis zur Hand nehmen: Klasse D oder schlechter bedeutet Handlungsbedarf.
  2. Förderfähigkeit klären BAFA- und KfW-Förderungen prüfen. Wichtig: Erst beantragen, dann beauftragen. Wer das verwechselt, verliert Zuschüsse im fünfstelligen Bereich.
  3. Kosten realistisch einschätzen Ein bis zwei Heizungsbetriebe nach grober Umsetzbarkeit und Budgetrahmen fragen. Keine Planung, nur Orientierung: Wärmepumpe, Hybridlösung oder andere Optionen.
  4. Eigentümerstrategie festlegen Verkauf in den nächsten drei bis fünf Jahren geplant? Dann erhöht energetische Modernisierung Preis, Nachfrage und Finanzierungschancen. Eigennutzung? Dann zählen sinkende Betriebskosten und langfristige Planungssicherheit.
  5. Sanierungsfahrplan erstellen lassen Ein individueller Sanierungsfahrplan zeigt, was sich wann lohnt und bringt zusätzliche Förderboni. Kein Aktionismus, sondern strukturierte Investitionsreihenfolge.

Warum warten die teuerste Option ist

Handwerkerpreise steigen. Förderprogramme sind begrenzt. Käufer kalkulieren Energiekosten inzwischen gnadenlos in den Kaufpreis. Nicht-sanierte Immobilien verkaufen sich langsamer, mit größerem Preisabschlag und schlechterer Finanzierbarkeit.


Fazit

Das GEG ist kein Zukunftsthema, sondern ein Bewertungsfaktor. Wer jetzt prüft, plant und fördert, spart Geld und hält den Immobilienwert stabil. Wer wartet, zahlt später fast immer mehr als nötig.