Wertsteigerung durch Modernisierung: Welche Maßnahmen lohnen sich wirklich?

Wertsteigerung durch Modernisierung: Welche Maßnahmen lohnen sich wirklich?

Die richtige Modernisierung für eine nachhaltige Wertsteigerung

Eigentümer stehen oft vor der Frage, welche Modernisierungsmaßnahmen langfristig den Wert ihrer Immobilie steigern. Nicht jede Renovierung zahlt sich gleichermaßen aus, daher lohnt es sich, gezielt auf energieeffiziente Sanierungen, smarte Technologien und nachhaltige Materialien zu setzen. Doch welche Maßnahmen sind besonders effektiv?

Energieeffiziente Sanierungen: Gut für Umwelt und Geldbeutel

Eine der wertvollsten Investitionen ist die Verbesserung der Energieeffizienz. Maßnahmen wie eine neue Wärmedämmung, moderne Fenster oder eine effiziente Heizungsanlage senken nicht nur langfristig die Energiekosten, sondern machen die Immobilie auch für Käufer attraktiver. Besonders gefragte Maßnahmen sind:

  • Dachdämmung und Fassadendämmung: Reduzieren Wärmeverluste und steigern den Wohnkomfort.
  • Moderne Fenster mit Dreifachverglasung: Verringern den Energieverbrauch und verbessern den Schallschutz.
  • Erneuerung der Heiztechnik: Wärmepumpen oder Pelletheizungen erhöhen die Energieeffizienz erheblich.

Zudem bieten staatliche Förderprogramme finanzielle Unterstützung für energetische Sanierungen, was die Investition noch rentabler macht.

Grundsteuererhöhung

Smarte Technologien: Mehr Komfort und Sicherheit

Die Integration von Smart-Home-Technologien kann den Wohnwert erheblich steigern. Intelligente Systeme erhöhen die Sicherheit, den Komfort und tragen gleichzeitig zur Energieeinsparung bei. Besonders beliebte Upgrades sind:

  • Smarte Heizungssteuerung: Optimiert den Energieverbrauch und reduziert Heizkosten.
  • Intelligente Beleuchtungssysteme: Automatische Steuerung sorgt für mehr Komfort und Effizienz.
  • Sicherheitslösungen wie smarte Türschlösser und Alarmanlagen: Erhöhen den Schutz und die Attraktivität der Immobilie.

Gerade jüngere Käufer schätzen moderne Technik, die das Wohnen komfortabler und effizienter macht.

Nachhaltige Materialien: Langlebig und umweltfreundlich

Nachhaltige Baustoffe werden zunehmend wichtiger, sowohl für Umweltbewusste als auch für Investoren. Materialien wie Holz, Naturstein oder recycelte Baustoffe steigern nicht nur den Wohnkomfort, sondern verbessern auch die Klimabilanz der Immobilie. Wichtige Aspekte sind:

  • Parkett oder Dielenböden aus nachhaltiger Forstwirtschaft: Wertig, langlebig und umweltfreundlich.
  • Ökologische Wandfarben und Putze: Frei von Schadstoffen und verbessern das Raumklima.
  • Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung: Reduzieren Energiekosten und steigern die Unabhängigkeit.

Fazit: Wertsteigerung mit Zukunftsperspektive

Modernisierungsmaßnahmen zahlen sich langfristig aus, wenn sie gezielt und nachhaltig umgesetzt werden. Energieeffiziente Sanierungen senken Kosten, smarte Technologien erhöhen den Komfort, und nachhaltige Materialien steigern die Attraktivität der Immobilie. Wer gezielt investiert, sichert sich eine langfristige Wertsteigerung und verbessert gleichzeitig die Wohnqualität.

Wann ist der perfekte Zeitpunkt für den Immobilienverkauf?

Wann ist der perfekte Zeitpunkt für den Immobilienverkauf?

Wann ist der perfekte Zeitpunkt zum Verkauf meiner Immobilie?

Der Verkauf einer Immobilie ist eine bedeutende Entscheidung, die gut durchdacht sein will. Eine der wichtigsten Fragen lautet dabei:

Wann ist der beste Zeitpunkt, um die Immobilie erfolgreich und zu einem optimalen Preis zu verkaufen?

Die Antwort darauf hängt von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem von der Jahreszeit, der Marktlage und den persönlichen Lebensumständen. Gerade jetzt, zur Weihnachtszeit, lohnt es sich, über das Thema nachzudenken.

 

Grundsteuererhöhung

Der Einfluss der Jahreszeiten auf den Immobilienverkauf

Die Jahreszeit spielt eine größere Rolle, als viele zunächst vermuten. Sie beeinflusst die Präsentation der Immobilie, die Stimmung potenzieller Käufer und sogar den Verkaufspreis.

Frühling und Sommer: Die klassischen Favoriten

Frühling und Sommer gelten als die beliebtesten Jahreszeiten für Immobilienverkäufe – und das aus gutem Grund:

 

  • Schöne Fotos: Immobilien wirken im grünen Frühling und warmen Sommerlicht besonders einladend. Blühende Gärten, sonnige Balkone und gepflegte Außenbereiche hinterlassen einen bleibenden Eindruck.
  • Mehr Besichtigungen: Viele Käufer sind in diesen Monaten aktiver auf der Suche, weil das Wetter angenehmer ist und größere Umzüge leichter geplant werden können.
  • Familien und Ferienzeit: Besonders Familien planen oft ihre Immobilienkäufe im Frühjahr oder Sommer, damit der Umzug in die neue Umgebung vor dem Start des neuen Schuljahres abgeschlossen ist.
Grundsteuererhöhung

Herbst: Eine unterschätzte Option

Auch der Herbst bietet Vorteile:

  • Käufer, die im Sommer keine passende Immobilie gefunden haben, sind oft besonders motiviert, noch vor Jahresende abzuschließen.
  • Gemütliche Innenaufnahmen mit herbstlicher Dekoration können eine warmherzige Atmosphäre schaffen, die Emotionen anspricht.

Winter: Überraschendes Potenzial – auch zur Weihnachtszeit

Die Vorweihnachtszeit scheint auf den ersten Blick nicht der ideale Zeitpunkt für einen Immobilienverkauf zu sein. Schließlich sind viele mit Weihnachtsvorbereitungen, Geschenkejagden und Familienbesuchen beschäftigt. Aber: Der Winter, und insbesondere die besinnliche Weihnachtszeit, birgt mehr Potenzial, als Sie vielleicht denken.

Warum der Winter eine gute Zeit für den Immobilienverkauf sein kann

  1. Weniger Konkurrenz
    In der kalten Jahreszeit gehen deutlich weniger Immobilien auf den Markt. Das bedeutet, dass Ihre Immobilie weniger Konkurrenz hat und interessierte Käufer gezielt auf Ihr Angebot aufmerksam werden.
  2. Besondere Käufergruppen sind aktiv
    Weihnachten ist nicht für alle eine Zeit der Besinnlichkeit. Streit in der Familie oder unerwartete Lebensereignisse wie Trennungen oder Erbschaften bringen viele Menschen dazu, neue Wohnlösungen zu suchen – oft auch kurzfristig.
  3. Emotionale Bindung
    Häuser und Wohnungen können im Winter besonders gemütlich wirken. Der Duft von Plätzchen, die Beleuchtung eines Kamins oder liebevolle Weihnachtsdekoration schaffen eine Atmosphäre, in der sich potenzielle Käufer vorstellen können, wie sie die Festtage in ihrem neuen Zuhause verbringen.
  4. Zeit für Entscheidungen
    Zur Weihnachtszeit haben viele Menschen tatsächlich mehr Zeit, sich über wichtige Entscheidungen Gedanken zu machen. Wer nicht gerade im Feiertagsstress steckt, nutzt oft die ruhigen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, um Pläne für das kommende Jahr zu schmieden. Der Immobilienkauf oder -verkauf kann dabei ganz oben auf der Liste stehen.

Unser Tipp: Wir beraten Sie individuell

Natürlich ist der perfekte Verkaufszeitpunkt auch von Ihren persönlichen Umständen und Zielen abhängig. Unsere Empfehlung: Planen Sie frühzeitig und sprechen Sie mit uns als Experten. Wir helfen Ihnen dabei, den besten Zeitpunkt für den Verkauf Ihrer Immobilie zu finden – egal ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter.

Mit unserem Rundum-Sorglos-Paket kümmern wir uns um alle Details:

 

  • Professionelle Immobilienbewertung
  • Attraktive Fotos und Videos, die Ihre Immobilie zu jeder Jahreszeit optimal präsentieren.
  • Effektive Vermarktung durch Plakatwerbung und gezielte Social-Media-Kampagnen
  • Maßgeschneiderte Vermarktungsstrategien
  • Sorgfältig gestaltete Exposés, die Ihre Immobilie ansprechend präsentieren und einen positiven Eindruck bei Interessenten hinterlassen.
  • 360-Grad-Rundgänge: Virtuelle Besichtigungen, die es potenziellen Käufern ermöglichen, Ihre Immobilie bequem von Zuhause aus zu erleben.
  • Präsenz auf führenden Immobilienplattformen: Maximale Reichweite durch Inserate auf Plattformen wie Immowelt, ImmoScout24 und weiteren.
  • Gezielte Zielgruppenansprache: Durch Marktanalysen erreichen wir genau die Käufer, die zu Ihrer Immobilie passen.
  • Individuelle Beratung: Persönlicher Service und maßgeschneiderte Strategien für Ihren erfolgreichen Verkauf.
  • Starke Partnerschaften: Zusammenarbeit mit Banken, Notaren und Gutachtern für eine reibungslose Abwicklung.
  • Regionale Expertise: Über 30 Jahre Erfahrung in Bautzen, Dresden, Görlitz und Umgebung.

Die Welt dreht sich weiter – auch zu Weihnachten

Egal, ob es Ostern, Sommerferien oder Weihnachten ist: Das Leben geht weiter, und der Immobilienmarkt steht nie still. Lassen Sie sich also nicht von äußeren Umständen abhalten, wenn der Moment für Sie gerade passend ist.

Wir von Hornig Immobilien stehen Ihnen jederzeit zur Seite – auch in der Vorweihnachtszeit. Vereinbaren Sie einfach einen unverbindlichen Rückruf oder besuchen Sie uns in einem unserer Büros in Bautzen oder Dresden. Gemeinsam finden wir den perfekten Zeitpunkt, um Ihre Immobilie erfolgreich zu verkaufen.

Kontaktieren Sie uns – wir freuen uns auf Sie!

Grundsteuererhöhung 2025

Grundsteuererhöhung 2025

Grundsteuerreform 2025: Ihre Fragen, unsere Unterstützung

Die Grundsteuerreform wird ab dem Jahr 2025 Realität – und viele Eigentümer sind verunsichert. Zahlreiche Fragen kursieren:

Wann kommt der neue Grundsteuerbescheid?

Wie hoch wird meine Grundsteuer ausfallen?

Muss ich mit deutlichen Mehrkosten rechnen?

In diesem Beitrag klären wir die wichtigsten Punkte, geben Orientierung und erklären, warum wir als Ihr Immobilienbüro, neben der steuerrechtlichen Beratung durch einen Steuerberater, genau jetzt der richtige Ansprechpartner für Ihre Fragen sind.

Warum wird die Grundsteuer reformiert?

Die Grundsteuerreform ist eine Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts. Das alte Berechnungsmodell wurde für verfassungswidrig erklärt, da es veraltete Bewertungsgrundlagen verwendete. Ab 2025 wird die Grundsteuer auf Basis neuer Berechnungsmodelle ermittelt. Ziel ist es, die Steuer gerechter zu gestalten – allerdings sorgt die Umsetzung vielerorts für große Unsicherheiten.

Grundsteuererhöhung

Wann kommt der neue Grundsteuerbescheid?

Die Fristen für die Abgabe der sogenannten Grundsteuererklärung sind bereits abgelaufen. Auf Basis der eingereichten Daten erstellen die Finanzämter derzeit die neuen Bescheide. Diese sollten voraussichtlich noch 2024 verschickt werden, damit ab 2025 die neuen Sätze gelten können. Die Bescheide enthalten die neu berechnete Grundsteuer, die auf Ihrem Grundstück oder Ihrer Immobilie lastet. Ob Ihre Steuerlast steigt, sinkt oder gleich bleibt, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Lage und Wert des Grundstücks: Regionen mit stark gestiegenen Immobilienwerten könnten tendenziell höhere Belastungen erwarten.
  • Fläche und Nutzung: Wohnflächen, Gewerbeflächen oder landwirtschaftliche Nutzung beeinflussen die Berechnung.
  • Landesspezifische Regelungen: Einige Bundesländer haben eigene Bewertungsmodelle eingeführt.

Verunsicherung bei Eigentümern: Was tun, wenn die Belastung steigt?

Die Aussicht auf eine mögliche Grundsteuererhöhung sorgt bei vielen Eigentümern für Unruhe. Wir raten: Bleiben Sie ruhig und warten Sie den Bescheid ab.

Die Frage, wie stark sich die Reform auf Ihre persönliche Steuerlast auswirken wird, lässt sich jedoch schon vorab abschätzen.

Ihr Steuerberater kann Sie dazu beraten.

Wir sind für Sie da!

Sie sind unsicher, wie sich die Änderungen auf Ihre Immobilie, auf den Wert bei einem Verkauf auswirken könnten?

Kontaktieren Sie uns!

Unser Team steht Ihnen mit kompetenter Beratung zur Seite und hilft Ihnen, den Durchblick zu behalten. Gemeinsam klären wir Ihre Fragen – rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns!

Fazit: Die Grundsteuerreform ab 2025 ist ein großes Thema für Eigentümer. Lassen Sie sich nicht von der Verunsicherung anstecken! Mit unserer Unterstützung behalten Sie den Überblick und treffen die richtigen Entscheidungen. 

KfW- und SAB-Förderungen für Familien

KfW- und SAB-Förderungen für Familien

„Jung kauft Alt“ – Familien profitieren von neuen KfW- und SAB-Förderungen

Ab dem 3. September 2024 startet das neue KfW-Programm „Jung kauft Alt“ (Wohneigentum für Familien – Bestandserwerb), das speziell auf Familien zugeschnitten ist, die sanierungsbedürftige Bestandsimmobilien erwerben möchten. Dieses Programm bietet jungen Familien eine hervorragende Möglichkeit, in die eigenen vier Wände zu investieren und gleichzeitig von attraktiven Förderkonditionen zu profitieren.

Das Förderprogramm richtet sich an Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind, die den Kauf einer älteren Immobilie mit niedrigem Energiestandard planen. Das jährliche zu versteuernde Haushaltseinkommen darf dabei 90.000 EUR nicht überschreiten, zuzüglich 10.000 EUR für jedes weitere Kind.

Die KfW stellt im Auftrag der Bundesregierung günstige Förderkredite zur Verfügung, unterstützt durch Mittel des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), die zur Zinsverbilligung beitragen. Der Zinssatz für ein Darlehen mit einer Laufzeit von 35 Jahren und einer Zinsbindung von 10 Jahren beträgt aktuell nur 1,51 % effektiv.

Um die Förderung zu erhalten, muss die zu erwerbende Immobilie in eine der Energieeffizienzklassen F, G oder H eingestuft sein. Zudem verpflichten sich die Familien, die Immobilie innerhalb von 54 Monaten energetisch auf das Niveau eines „Effizienzhauses 70 EE“ zu sanieren.

Zusätzliche Unterstützung durch die SAB: Förderprogramm „Familienwohnen“

Neben dem KfW-Programm können Familien in Sachsen vom Förderprogramm „Familienwohnen“ der Sächsischen Aufbaubank (SAB) profitieren. Dieses Programm richtet sich an Familien, die Wohneigentum erwerben oder bauen möchten.

Das „Familienwohnen“-Programm bietet zinsgünstige Darlehen von bis zu 50.000 EUR je Kind. Für Familien mit geringen Einkünften gibt es zusätzliche Fördermöglichkeiten. Der Zinssatz bleibt über die gesamte Laufzeit von bis zu 25 Jahren konstant, was langfristige Planungssicherheit bietet. Zudem ist das Programm gut kombinierbar mit anderen Förderprodukten, wie dem KfW-Wohneigentumsprogramm.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

KfW-Programm „Jung kauft Alt“:

  • Start: 3. September 2024
  • Zielgruppe: Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind
  • Einkommensgrenze: 90.000 EUR (plus 10.000 EUR je weiteres Kind)
  • Fördergegenstand: Erwerb sanierungsbedürftiger Bestandsimmobilien (Energieeffizienzklasse F, G oder H)
  • Zinssatz: 1,51 % effektiv, 35 Jahre Laufzeit, 10 Jahre Zinsbindung
  • Sanierungspflicht: Energetische Sanierung auf Effizienzhaus 70 EE innerhalb von 54 Monaten

SAB-Programm „Familienwohnen“:

  • Zielgruppe: Familien in Sachsen mit mindestens einem minderjährigen Kind
  • Einkommensgrenze: 60.000 EUR (Alleinstehende), 100.000 EUR (Ehepaare), plus 10.000 EUR je Kind
  • Fördergegenstand: Bau oder Erwerb von Wohneigentum, ggf. Modernisierungsmaßnahmen
  • Maximale Förderbeträge: Bis zu 50.000 EUR je Kind, zusätzliche Förderungen für Haushalte mit geringen Einkünften
  • Zinssatz: 0,95 % p.a., 25 Jahre Laufzeit
  • Bedingungen: 15 % Eigenmittel, Selbstnutzung des Wohneigentums für mindestens 25 Jahre

Diese Förderprogramme bieten Familien eine attraktive Unterstützung, um ihren Traum vom Eigenheim zu realisieren. Für eine umfassende Beratung und Unterstützung bei der Antragsstellung stehen wir Ihnen als erfahrenes Immobilienbüro gerne zur Verfügung.

Immobilienpreise sinken

Immobilienpreise sinken

Immobilienpreise weltweit auf Talfahrt:

Immobilienpreise weiter auf Talfahrt

Die Immobilienmärkte rund um den Globus erleben derzeit einen Abschwung. Nach einem anhaltenden Aufwärtstrend in den letzten Jahren, verzeichnen wir nun erstmals seit über einem Jahrzehnt eine spürbare Korrektur.

Zinsen und trübe Konjunkturaussichten

Die Ursachen für den Rückgang der Immobilienpreise sind vielschichtig, aber ein dominierender Faktor ist der rapide Anstieg der Zinssätze. Notenbanken haben weltweit die Zinsen erhöht, um der Inflation entgegenzuwirken. Dies führte zu höheren Finanzierungskosten für Immobilienkäufer und Investoren. Gleichzeitig trübten sich die Konjunkturaussichten ein, was die Nachfrage nach Immobilien weiter dämpfte.

 

Globale Analyse und lokale Auswirkungen

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der UBS analysierte die Wohnimmobilienmärkte von 25 ausgewählten Großstädten weltweit, darunter einige in Nordamerika, Europa und Asien. Die Ergebnisse sind alarmierend: Die Immobilienpreise in diesen Metropolen sind inflationsbereinigt um etwa fünf Prozent gesunken, nach einem zehnprozentigen Anstieg im Vorjahr.

 

Zwei Städte in Gefahr einer Immobilienblase

In dieser globalen Analyse gibt es auch Ausreißer. Frankfurt und München in Deutschland stehen derzeit im Fokus, da sie besonders stark von Preiskorrekturen betroffen sind. Hier sind die Preise inflationsbereinigt um 20 beziehungsweise 15 Prozent gesunken. Auch andere europäische Großstädte, wie Stockholm und London, verzeichnen rückläufige Preise.

In diesem Zusammenhang ist Zürich ein besonders interessanter Fall. Hier ist das Risiko einer Immobilienblase besonders hoch. Obwohl die Schweiz ebenfalls eine Erhöhung der Hypothekenzinsen erlebt, hat diese Entwicklung in Zürich noch kaum Folgen gehabt.

 

Einschätzungen und Prognosen

Die UBS verwendet einen speziellen Index, um das Risiko einer Immobilienblase in den 25 untersuchten Märkten zu messen. Dabei zeigt Zürich den höchsten Indexwert, gefolgt von Tokio. Interessanterweise sehen die UBS-Experten in Frankfurt und München, die zuvor als gefährdet galten, keine Blasenanzeichen mehr, obwohl sie weiterhin als “überbewertet” gelten.

Die Bundesbank in Deutschland bleibt jedoch vorsichtig und betrachtet die Blasengefahr noch nicht als gebannt, da Wohnimmobilien nach wie vor überbewertet sind. Dies deutet darauf hin, dass die Preiskorrektur bei Immobilien voraussichtlich anhalten wird. Das bedeutet, dass Wohneigentum in Großstädten für viele Haushalte weiterhin unerschwinglich bleibt. Während die Preise sinken, steigen die Mieten, was die Diskrepanz zwischen beiden noch weiter vergrößert.

 

Potenzial für weitere Preisrückgänge

Die UBS-Ökonomen weisen darauf hin, dass das Potenzial für weitere Preisrückgänge besteht und das Wohnen in Großstädten für viele unerschwinglich bleibt. Trotz des Abschwungs auf den Immobilienmärkten bleibt der Traum vom Eigenheim für viele Haushalte unerreichbar.

 

Was bedeutet das für Sie?

Was bedeutet dieser globale Trend für Immobilienbesitzer und Kaufinteressenten in unserer Region? Zunächst einmal ist es wichtig zu beachten, dass lokale Märkte ihre eigenen Dynamiken haben. Während weltweit eine Abkühlung zu verzeichnen ist, können sich die Auswirkungen in unserer Gegend anders gestalten. Hier einige Überlegungen:

  • Beeinflusst das regionale Zinsniveau Ihre Finanzierungsmöglichkeiten? Informieren Sie sich über die aktuellen Zinssätze in unserer Region und wie sie Ihre Kaufentscheidung beeinflussen können.
  • Preisentwicklung in unserer Stadt: Befindet sich unsere Stadt in einer ähnlichen Situation? Oder sehen wir möglicherweise weniger starke Preiskorrekturen?

Expertenmeinungen konsultieren: Denken Sie daran, sich von Immobilienexperten in unserer Region beraten zu lassen. Sie können Ihnen helfen, die spezifischen Auswirkungen auf unseren lokalen Immobilienmarkt besser zu verstehen.

Wohneigentumsförderung

Wohneigentumsförderung

Neue Maßnahmen zur Förderung von bezahlbarem Wohnraum in Deutschland:

Wohneigentumsförderung

Die Bundesregierung setzt verstärkt auf den Ausbau bezahlbaren Wohnraums und hat eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, die sich direkt auf den Immobilienmarkt auswirken. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, welche Schritte unternommen werden, um die aktuelle Situation zu verbessern und wie dies sich auf Sie als Eigentümer oder Kaufinteressent auswirken könnte.

Höhere Einkommensgrenze für Wohneigentums­förderung

Eine der bedeutendsten Änderungen betrifft die Einkommensgrenze für die Förderung von Wohneigentum. Bisher lag diese bei 60.000 Euro Jahres­einkommen, was vielen Familien den Zugang zum Eigenheim erschwerte. Jetzt soll die Einkommensgrenze für Familien mit einem Kind auf 90.000 Euro angehoben werden. Dies eröffnet mehr Familien die Möglichkeit, den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen.

 

Umnutzung von Gewerbeimmobilien zu Wohnraum

Ein weiterer Schritt ist die geplante Umnutzung von Gewerbeimmobilien zu Wohnraum. Dieses Förderprogramm soll es erleichtern, Büro- und Einzelhandelsflächen in klimafreundlichen Wohnraum umzuwandeln. Laut Schätzungen könnten dadurch 235.000 neue Wohnungen entstehen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Wohnraum in Ballungszentren zu erweitern und gleichzeitig leerstehende Gewerbeimmobilien sinnvoll zu nutzen.

Unterstützung für den sozialen Wohnungsbau

Die Bundesregierung hat sich dazu verpflichtet, den sozialen Wohnungsbau zu fördern. In den Jahren 2022 bis 2027 sollen insgesamt 18,15 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bereitgestellt werden. Jeder Euro des Bundes wird von den Ländern kofinanziert, was bedeutet, dass insgesamt rund 45 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stehen könnten. Dies könnte die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum erheblich beschleunigen.

 

Degressive Abschreibung für Neubauten

Eine weitere Neuerung betrifft die steuerliche Abschreibung für Neubauten. Ab 2023 soll es eine degressive Abschreibung für Abnutzung (AfA) geben, die den Neubau attraktiver macht. Dies bedeutet, dass in den ersten Jahren nach Fertigstellung größere Beträge steuerlich geltend gemacht werden können. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die Bauaktivitäten anzukurbeln.

Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsprozessen

Die Bundesregierung erkennt die Notwendigkeit, Planungs- und Genehmigungs­prozesse im Wohnungsbau zu beschleunigen. Dies soll durch den Abbau von Bürokratie und die Digitalisierung erreicht werden. Auch die Zusammenarbeit mit den 16 Bundesländern wird intensiviert, um die Genehmigungs­verfahren auf drei Monate zu begrenzen und innovative Bauverfahren zu fördern.

Wohngemeinnützigkeit und weitere Schritte

Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Wohngemeinnützigkeit soll im kommenden Jahr umgesetzt werden. Dies könnte Investitions­zuschüsse und Steuervorteile für soziale Einrichtungen, Stiftungen, kirchliche Träger und Genossenschaften bedeuten, um Wohnungen mit dauerhafter Sozialbindung zu schaffen.

Grunderwerbsteuer

Die Verhandlungen über eine Senkung der Grunderwerbsteuer gestalten sich schwierig, da die Länder hier das Sagen haben. Ziel ist es jedoch, die Kaufnebenkosten für selbst genutztes Wohneigentum zu senken und den Erwerb von Immobilien zu erleichtern.

Fazit

Die neuen Maßnahmen der Bundesregierung zeigen ein klares Bekenntnis zum Ausbau von bezahlbarem Wohnraum in Deutschland. Diese Schritte könnten sich langfristig positiv auf den Immobilienmarkt auswirken, indem sie mehr Familien den Zugang zum Eigenheim ermöglichen, die Umnutzung von Gewerbeimmobilien fördern und den sozialen Wohnungsbau unterstützen. Auch steuerliche Anreize und beschleunigte Genehmigungs­verfahren könnten die Bauaktivitäten ankurbeln. Als Immobilieneigentümer oder Kaufinteressent in unserer Region sollten Sie diese Entwicklungen genau im Auge behalten, da sie sich auf Ihre Immobilien­investitionen auswirken könnten.

EZB erhöht Leitzins

EZB erhöht Leitzins

Europäische Zentralbank setzt ihren Zinserhöhungskurs fort:

Leitzins

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erneut den Leitzins erhöht, und das bereits zum zehnten Mal in Folge. Die aktuelle Anhebung beträgt einen viertel Prozentpunkt und bringt den Leitzins im Euroraum auf 4,5 Prozent. Dieser Schritt erfolgt im Rahmen der Bemühungen der EZB, die Inflation in der Eurozone unter Kontrolle zu halten.

Hoher Einlagensatz erreicht historisches Niveau

Die EZB erhöhte auch den Einlagensatz, den Banken für das Parken überschüssiger Gelder erhalten. Dieser steigt von 3,75 auf 4,00 Prozent, was das höchste Niveau seit dem Start der Währungsunion im Jahr 1999 darstellt. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die Inflation einzudämmen und das wirtschaftliche Gleichgewicht im Euroraum wiederherzustellen.

Die EZB vor wirtschaftlichen Herausforderungen

Die EZB sieht sich derzeit mit zwei bedeutenden wirtschaftspolitischen Problemen konfrontiert. Zum einen verzeichnet die europäische Wirtschaft insgesamt eine geringe Dynamik, wobei Deutschland, als größte Volkswirtschaft der Eurozone, sogar in einer Rezession steckt. Dies würde normalerweise niedrigere Zinsen rechtfertigen, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Kreditvergabe zu erleichtern. Doch dem steht die nach wie vor bestehende Inflationsgefahr entgegen.

 

Inflationsbekämpfung als oberste Priorität

International gilt die Anhebung von Leitzinsen als eines der effektivsten Instrumente zur Bekämpfung von Inflation. Die EZB navigiert in diesem Spannungsfeld zwischen Konjunkturbelebung und Preisstabilität. Obwohl vor kurzem noch die Erwartung herrschte, dass die Zentralbank eine Pause bei den Zinserhöhungen einlegen könnte, hat sie nun entschieden, im Kampf gegen die Inflation eine weitere Anhebung vorzunehmen.

 

Aktuelle Inflationsprognosen

Die Inflation im Euroraum wird nach den jüngsten Prognosen der EZB voraussichtlich langsamer zurückgehen als vor drei Monaten erwartet. Für das laufende Jahr rechnet die Notenbank nun mit einer Teuerungsrate von 5,6 Prozent, während in der Juni-Prognose noch von 5,4 Prozent die Rede war. Für das Jahr 2024 wird ebenfalls eine höhere Teuerungsrate von 3,2 Prozent erwartet, im Vergleich zu 3,0 Prozent in der vorherigen Prognose. Die langfristige Zielsetzung der EZB bleibt eine jährliche Teuerungsrate von 2 Prozent, um Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten.

 

Wirtschaftsausblick im Euroraum

Die Prognosen der EZB deuten darauf hin, dass die Wirtschaft im Euroraum vor Herausforderungen steht. In diesem Jahr wird ein Wachstum von nur 0,7 Prozent erwartet, was unter den vorherigen Erwartungen liegt. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum von 1,0 Prozent prognostiziert, im Vergleich zu 1,5 Prozent in der früheren Vorhersage. Für das Jahr 2025 wird ein Wachstum der Wirtschaftsleistung um 1,5 Prozent erwartet.

 

Was bedeutet das für Immobilieneigentümer und Kaufinteressenten?

Die fortgesetzte Erhöhung der Leitzinsen durch die EZB hat Auswirkungen auf den Immobilienmarkt in unserer Region. Höhere Zinsen erhöhen die Kosten für die Finanzierung von Immobilienkäufen. Das kann dazu führen, dass die monatlichen Raten für Hypotheken steigen, was Immobilienkäufer berücksichtigen sollten.

Gleichzeitig könnte die Inflation die Preise für Immobilien beeinflussen. In Zeiten hoher Inflation können Sachwerte wie Immobilien attraktiver werden, da sie als Inflationsschutz dienen können. Es ist jedoch wichtig, die Marktdynamik und die Zinsentwicklung sorgfältig zu beobachten, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung, um die aktuellen Markttrends zu verstehen und die besten Entscheidungen im Hinblick auf Immobilienverkäufe oder -käufe zu treffen. Unser Team steht Ihnen gerne zur Verfügung, um Sie bei Ihren Immobilienanliegen zu unterstützen.

Gebäudeenergiegesetz

Gebäudeenergiegesetz

Keine Panik vor dem Gebäude­energie­gesetz!

Der Deutsche Bundestag hat am 8. September die 2. Novelle des Gebäude­energie­gesetzes beschlossen.

Gebäudenergiegesetz

Mit dem neuen Beschluss kommen Immobilieneigentümern wieder neue Fragen auf. Gerade unsere Interessenten und Interessentinnen, die eine Bestandsimmobilie erwerben möchten, sind verunsichert. Auch Hausverkäufer sind angespannt mit der Sorge, Ihre Immobilie weit unter Wert verkaufen zu müssen, weil der Heizungstausch zu hohe Kosten mit sich bringt.

In unserem Blogbeitrag geben wir Ihnen gerne eine kurze Übersicht, wer ab 2024 sofort betroffen ist. Zudem geben wir Ihnen hier Links an die Hand, mit denen Sie sich weiter Informieren können.

Wozu brauchen wir das Gebäude­energie­gesetz?

Mit dem GEG soll der Wechsel auf klimafreundliche Heizungen eingeleitet  werden. Sodass die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert wird. Somit soll das Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2045 erreicht werden.

Was gilt für wen?

Für Neubau und Bestandsimmobilien gelten unterschiedliche Regeln.

Neubau

Bauantrag ab 1. Januar 2024

Neubaugebiet

Heizung mit mind. 65% erneurbarer Energie muss eingebaut werden.

kein Neubaugebiet

Heizung mit mind. 65% erneurbaren Energien frühestens ab 2026.

Heizungsgesetz für Neubauten

Für unsere Interessenten und Interessentinnen von Bestandsimmobilien heißt das erst einmal aufatmen.

Heizungsgesetz für Bestandsbauten

Bestand

Heizung funktioniert oder lässt sich reparieren.

Kein Heizungstausch vorgeschrieben.

Heizung ist kaputt. Keine Reparatur möglich.

Es gelten pragmatische Übergangslösungen. Bereits jetzt auf Heizung mit erneuerbaren Energien umsteigen und Förderung nutzen.

Ab 2045 dürfen keine Heizungen mit Heizöl und Ergas betrieben werden

In Ausnahmefällen können Eigentümer von der Pflicht zum Erneuerbaren Heizen befreit werden.

Immer noch unsicher? Mit dem Heizungswegweiser erfahren Sie mit wenigen Klicks, was für Sie und Ihre Immobilie zuftrifft.

Bestehende Heizung freiwillig eher austauschen.

Sie wollen Ihre Heizung gerne eher austauschen um klimaneutraler zu heizen? Dann können Sie bis 2028 vom Geschwindigkeitsbonus profitieren. Hier können Sie zusätzlich 20% zur Grundförderung der Bundesförderung für effiziente Gebäude in Anspruch nehmen. Danach wird der Bonus-Fördersatz kontinuierlich gesenkt.

Steigende Heizkosten

Das Förderkonzept

Grundförderung zum Wechsel

Im Rahmen der BEG* gibt es auch eine Grundförderung für den Tausch der alten Heizungsanlage mit fossilen Brennstoffen gegen eine klimafreundliche Heizung. Die BEG wurde weiterentwickelt, damit Sie auch zu den neuen gesetzlichen Anfoderungen passt.

*Bundesförderung für effiziente Gebäude

Geschwindigkeits-/Klimabonus

Die Grundförderung kann mit einem Klimabonus erhöht werden. Mit diesem Zuschuss soll ein Anreiz geschaffen werden, damit Eigentümer möglichst schnell auf erneuerbares Heizen umsteigen. Denn mit der zukünfitgen höheren CO2-Bepreisung wird Heizen teuer.

Förderung über KFW

Die Bundes­regierung hat vor, die Immobilien­eigentümer bei den notwendigen Investitionen finanziell zu unterstützen. Hier wird die KFW Bank informieren, sobald diesen Fördermittel beschlossen sind. 

Förderprogramme

Auf energiewechsel.de finden Sie den Förderwegweiser Energieeffiziens.

Wichtige für Mieter!

Eigentümer, welche Ihre Immobilie vermieten, dürfen die Kosten nicht 1:1 auf die Mieter umlegen. Diese Modernisierungsumlage (neue Heizunf) wird auf 50 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche pro Monat gedeckelt.

Unterstützung durch Energieberater

Wenn Sie unsicher sind, was für Sie die richtige Lösung ist, dann lassen Sie sich am besten durch einen zertifizierten Energieberater beraten. Das BMWK* fördert eine “Energieberatung für Wohngebäude” mit bis zu 80 % der Beratungskosten (bei Ein- und Zweifamilienhäusern max. 1.300 €)

*Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Sie wollen mehr erfahren? Auf der Webseite bunderegierung.de finden Sie weitergehende Informationen.

Die unsichtbare Gefahr

Die unsichtbare Gefahr

Asbest in deutschen Immobilien:

Die Unsichtbare Gefahr: Asbest in deutschen Immobilien
In den kommenden Jahren steht Deutschland vor einer immensen Herausforderung – der Sanierung von Millionen von Wohngebäuden. Dieser Schritt wird vor allem im Zuge der energetischen Optimierung notwendig sein, einschließlich Heizungs-, Fassaden-, Dach- und Dämmungsarbeiten. Doch damit nicht genug, es tauchen auch Altlasten auf, insbesondere in Form von Asbest. Diese unsichtbare Gefahr haben viele Eigentümer noch gar nicht auf dem Schirm.  

Hintergrund: Asbest und seine Gefahren

Asbest galt einst aufgrund seiner feuerfesten Eigenschaften und einfachen Verarbeitung als ein Wundermaterial. Allerdings steht die Baubranche nun vor einem neuen Dilemma. Millionen von Gebäuden müssen in den kommenden Jahren saniert werden, was Bauarbeiter und Handwerker der Gefahr aussetzt, mit dem Gefahrenstoff in Berühurung zu kommen. Die Gefahr geht nicht nur von Faserzementplatten aus, sondern auch von alten Putzschichten, Spachtelmassen, Estrich und Fensterkit. Besonders betroffen sind hierbei Altbauten, die vor 1990 errichtet wurden.  

Die Gesundheitsrisiken für Bewohner: Wann wird Asbest gefährlich?

Normalerweise ergibt sich für Bewohner keine unmittelbare Gefahr aus der bloßen Anwesenheit von Asbest in ihren Gebäuden. Das eigentliche Risiko tritt während Sanierungs- oder Umbau­maßnahmen auf, wenn Asbestfasern durch Baustaub in die Luft freigesetzt und eingeatmet werden können. Besonders problematisch sind Verkleidungen von Aufzugs- und Versorgungs­schächten, die oft aus Spritzasbest hergestellt wurden. Dies betrifft insbesondere Wohngebäude mit vielen Wohneinheiten.  

Schutzmaßnahmen und Zukunfts­aussichten für Asbestsanierung

Die IG BAU schlägt in ihrem Fünfpunkteplan verschiedene Schutz­maßnahmen und Zukunfts­aussichten vor: 1. Asbest-Gebäudepass und Asbest-Kataster: Mehr Transparenz bezüglich asbestbelasteter Immobilien, vor allem bei Eigentümer­wechseln.    2. Staatliche Sanierungs- und Abwrack­prämien: Förderung von Sanierungs­maßnahmen in asbest­belasteten Häusern. 3. Nationale Zusammen­arbeit durch “Asbest-Gipfel”: Gemeinsame Bemühungen von Bund, Ländern und Kommunen zur Bewältigung des Asbest­problems. 4. Intensivierter staatlicher Arbeitsschutz: Erhöhte Kontrollen im Bereich Asbestsanierung. 5. Informationsoffensive “Asbest auf dem Bau”: Aufklärung von Bauunternehmen und Handwerkern über die Gefahren von Asbest.  

Die Relevanz der Immobilien­sanierung in der Zukunft

Die Sanierung von Bestands­immobilien, besonders die energetische Sanierung, wird in den kommenden Jahren eine immer größere Bedeutung erlangen. Dabei kommt die zusätzliche Herausforderung der Asbest­sanierung hinzu. Die Investition in die Sanierung lohnt sich jedoch. Der Zustand einer Immobilie beeinflusst maßgeblich ihren Wert.   In diesem Kontext empfehlen wir Ihnen  unseren Ratgeber zum Thema “Energetisches Sanieren”. Als Immobilien­makler unterstützen wir Sie nicht nur beim Kauf und Verkauf von Immobilien, sondern informieren Sie auch über aktuelle Entwicklungen im Sanierungs­bereich. Vertrauen Sie auf unsere Expertise, um Ihre Immobilie optimal in die Zukunft zu führen.